Rückblick auf unseren Infonachmittag

Der Infonachmittag der Evangelischen Schule Frankfurt (Oder) – Gymnasium und Oberschule am Mittwoch, den 14.10.2026 ist auf große Resonanz gestoßen. Mit mehr als 200 Besuchern – interessierten Schüler*innen sowie ihren Eltern – verzeichnete die junge Schule viel Interesse.

Die Gäste kamen nicht nur aus Frankfurt und der näheren Umgebung, sondern aus Orten, die bis zu 100 Kilometer entfernt liegen. Sogar eine nigerianische Familie war vor Ort: Der Vater wurde beruflich von Nigeria nach Frankfurt versetzt und sucht gemeinsam mit der Familie einen geeigneten Schulplatz für die Tochter. Das Interesse an der Schule war spürbar groß.

Die Schule öffnete ihre Türen im historischen Gebäude an der Potsdamer Straße 1-2. Der rote Ziegelbau wurde von 1930 bis 1932 durch Stadtbaumeister Josef Gesing im Stil der Moderne der Weimarer Republik errichtet. Schülerguides führten die Gäste durch die Räume, wo die Fachbereiche und Lehrkräfte ihre Arbeit vorstellten.

Selbstorganisiertes Lernen im Mittelpunkt

Besonderes Interesse fanden die Lernbüros der Schule. Sie stehen im Zentrum des pädagogischen Konzepts: Beim selbstorganisierten Lernen entscheiden die Schülerinnen und Schüler in den sogenannten Lernplanzeiten selbst, mit welchem ihrer Hauptfächer – Deutsch, Englisch, Mathematik oder Spanisch – sie sich beschäftigen möchten. Lehrkräfte begleiten und unterstützen sie dabei.

Dr. Mark-Aaron Keck, Leiter des Fachbereichs Englisch, führte Besucher durch die Lernbüros und erläuterte das Konzept der Schule für den Fremdsprachenerwerb. Es umfasst nicht nur die Sprache selbst, sondern auch eine umfassende Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur der wichtigsten englischsprachigen Länder.

Mathe, Musik und mehr

Frau Murao, die ursprünglich aus Polen stammt und Mathematik unterrichtet, führte spielerisch in ihr Fach ein. Im naturwissenschaftlichen Bereich zeigte Carolin Wentzke gemeinsam mit Schüler*innen ein Experiment, bei dem allein durch Temperaturmanipulation Getränkedosen ihre Form veränderten.

Die Musiklehrerin Friederike Hoffmann stellte verschiedene Instrumente vor und erläuterte den Unterschied zwischen günstigen Streichinstrumenten von Budgetanbietern und regulären Instrumenten. Als Höhepunkt spielte und sang sie den durch Doris Day weltberühmt gemachten Klassiker „Que Sera, Sera (Whatever Will Be, Will Be)“ – und brachte den ganzen Raum zu begeistertem Applaus.

Zudem gab es einen Mini-Bekleidungsflohmarkt sowie einen Stand mit selbstgebackenem Kuchen, Tee und anderen Getränken.

Frei Day

Michael Kunth (Deutsch, Geschichte und Politische Bildung) und mehrere Schüler*innen stellten zusammen ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Schule vor, den „Frei Day“: Das gesamte Schuljahr hindurch erarbeiten Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen selbstständig in Gruppen soziale Projekte, die sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) orientieren. In diesem Jahr gehören dazu unter anderem ein Dokumentarfilm über die Verschmutzung des Kleistparks, Initiativen, die den Kontakt zu Altenheimen der Stadt und damit den Austausch zwischen den Generationen fördern, sowie verschiedene Recycling-Ideen.

Schulleitung und Fazit

Den Abschluss bildete eine Präsentation von Schulleiter Florian Rietzl in der Aula. Vor vollem Haus und bis auf den letzten Platz gefüllten Reihen stellte er das Konzept der Schule noch einmal vor. Auch eine kurze Rede der Schulsprecherin war Teil der Präsentation.

„Unser Infonachmittag war ein voller Erfolg. Der Zuspruch, den wir erfahren, spricht für die Arbeit meines Teams“, so Rietzl. „Eltern und vor allem die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von unserem Konzept.“

Anmeldungen für das Schuljahr 2027/28 sind über die Online-Anmeldung weiterhin möglich. Bereits für das Schuljahr 2028/29 werden Anmeldungen auf diesem Weg entgegengenommen.