Buß- & Bettag
Kurz vor dem Ende des Kirchenjahres feiern wir den Buß- und Bettag. Ein Tag, an dem wir nachdenken dürfen: Was war in letzter Zeit gut und was lief vielleicht nicht so gut? Am Buß- und Bettag dürfen wir Gott einmal mehr sagen, was uns beschäftigt, was uns leidtut und worüber wir uns freuen.
In unserer Andacht hat ein junger Mensch aus der 5a die Gedanken in folgendes Gebet gepackt:
„Wenn die Welt voll Schatten ist,
strahlt ein Lächeln über mich.
Wenn ich falle, falle ich auf Dich.
Wenn ich stehe, stehe ich durch Dich.
Du trägst mich durch alle Zeiten.
Du setzt mich aber auch auf den Boden der Tatsachen ab.
Damit ich die Möglichkeit habe auch auf eigenen Beinen zu laufen.
Und Du hilfst mir dabei.
Danke Gott.
Amen.“
Jedes Jahr hat der Buß- und Bettag ein Motto, eine Überschrift. In diesem Jahr lautet es: „Ich bin da, wenn Du mich brauchst.“ Timo B., ebenfalls aus der 5a, hat darüber nachgedacht, wie uns dieser Satz begegnen könnte und folgende Geschichte geschrieben:
„Ich fuhr eines Tages mit dem Fahrrad durch die Stadt und fuhr an einem alten vermorschten Haus vorbei, an dem ein Klingelschild war, darauf stand: „Ich bin da, wenn du mich brauchst.“ Ich dachte mir: „Hä? Das ist doch kein Nachname.“ Ich überlegte kurz und entschloss mich dort zu klingeln. Die Tür ging auf, aber nicht das war das Problem, sondern, dass niemand da an der Tür oder in der Nähe stand. Ohne zu zögern ging ich trotzdem einfach rein und erschrak als ich sah wie ein Geist aus der alten Küche schwebte. Der Geist sah aus wie Gott. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Voller Angst rührte ich mich nicht vom Fleck als der Geist sprach: „Ich bin da, wenn du mich brauchst.“, dann rannte ich so schnell wie nur möglich aus dem Haus. Nach ein paar Tagen fuhr ich wieder mit dem Fahrrad an dem selben Haus vorbei, wo ich Gott gesehen hatte, glaube ich zumindest. Ich entschied mich dort noch einmal zu klingeln. Es passierte wieder das Gleiche: die Tür ging auf, ohne dass dort jemand stand und ich ging wieder rein. Mit voller Wucht schlug die Tür zu. Dieses Mal aber erschrak ich nicht, denn ich wusste ja, was passieren würde. Ich rief ins Leere: „Bist du für mich da? Ich brauche dich jetzt.“ Gott schwebte hervor und sagte: „Ich bin da, was brauchst du?“ „Meine Eltern haben sich ganz doll gestritten und ich hoffe, du kannst das wieder gut machen.“ Er schnipste mit den Fingern und sagte: „Ich kann zwar nicht alles gut machen, das ist das Leben, es ist wie es ist, aber wenn du jetzt nach Hause gehst, dann bin ich bei dir und bleibe an deiner Seite.“ Zusammen machten wir uns auf den Weg.
